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PLATT is Cool!

Plattdeutsch-AG der Grundschule zu Gast bei den Theatermakers

Bei den Merzener Feierabendmiemen ist es Tradition, dass in der Nachmittagsvorstellung, in der in der ersten Pause Kaffee und Kuchen gereicht wird, die zweite Pause von Kindern gestaltet wird. Und zwar ebenfalls "up Platt". 

"PLATT is cool!" hatten die Schüler auf ihrem Plakat geschrieben. (von links: Dana Hammel, Lehrerin Irmgard Brinkmann, Line Grover, Jana Schneider, Milena Kaminski, Greta Hackmann, Paula Heimbrock, Miriam Ruwe, Svenja Richter)"PLATT is cool!" hatten die Schüler auf ihrem Plakat geschrieben. (von links: Dana Hammel, Lehrerin Irmgard Brinkmann, Line Grover, Jana Schneider, Milena Kaminski, Greta Hackmann, Paula Heimbrock, Miriam Ruwe, Svenja Richter)

Mit einem eigens kreierten Werbeschild und lautstarken Schlagrufen betraten die jungen Künstlerinnen den Saal Maassmann in Merzen, als die Theatermakers ihre zweite Spielpause an diesem Sonntag Nachmittag einlegten. 

"Wi kürt platt" war das Motto der Auftritte der jungen Darstellerinnen"Wi kürt platt" war das Motto der Auftritte der jungen DarstellerinnenInsgesamt 3 Sketche hatten die insgesamt 8 Mädchen vorbereitet, die sie in unterschiedlichen Gruppen auf der Bühne vor dem vollbesetzten Saal vorführten. Zunächst gab es einen Sketch über das Heimweh. Hier spielte Dana Hammel einen Lehrer, der die Kinder -gespielt von Line Grover, Svenja Richter, Paula Heimbrock, Milena Kaminski und Jana Schneider- abwechselnd danach ausfragte, was denn nun Heimweh sei. Es kamen verschiedene schlaue Antworten, die mit der Aussage "In de Schaule heb ick an meisten Heimweh, wenn ick nohsitten mott" endeten.

Im zweiten Sketch ging es um ein von Milena Kaminski und Jana Schneider gefundenes 5-Mark-Stück, welches derjenige bekommen sollte, der am besten Lügen kann. Als sich der Lehrer (gespielt von Line Grover) einmischt und behauptet, er hätte noch nie gelogen, war klar, wer das Geldstück Fall bekommen sollte.

Der dritte Sketch handelte von zwei Lottospielern (Miriam Ruwe und Greta Hackmann) die vor dem Fernseher sitzend von der Fernsehsprecherin Svenja Richter über ihr Spielglück informiert wurden.

Auf der Bühne der Theatermakers führten die Kinder ihre Sketche auf.Auf der Bühne der Theatermakers führten die Kinder ihre Sketche auf."Meist sind die Omas und Opas der Kinder an diesem Nachmittag eh schon hier, dann freuen sie sich über die kurzen Auftritte ihrer Enkelkinder", beschrieb Lehrerin Irmgard Brinkmann ihre Freude an der Arbeit. Die gebürtige Voltlagerin, die eigentlich seit einigen Jahren schon pensioniert ist, leistet ihre Arbeit in der Merzener Grundschule im Rahmen einer "Plattdeutsch-AG" ehrenamtlich. So halte sie nicht nur Kontakt zu den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, auch die Übernahme von Verantwortung bereite ihr Freude.

Spielleiter Georg Weglage bedankte sich bei den Kindern mit einem Flachgeschenk für ihren AuftrittSpielleiter Georg Weglage bedankte sich bei den Kindern mit einem Flachgeschenk für ihren Auftritt

Im Anschluss der Einsätze der Plattdeutsch-AG bedankte sich Spielleiter Georg Weglage mit einem Flachgeschenk bei den Kindern und der Lehrerin. Für eine Runde Eis oder vielleicht für ein paar neue Bücher sollte der Geldbetrag Anreiz sein, sich auch zukünftig mit der plattdeutschen Sprache zu beschäftigen. "Irgendwenna bruket wi ja ok noch mol Nachwuchs", zwinkerte Weglage bei der Übergabe des Umschlags. Kurz nachdem sich die jungen Künstlerinnen -genau so wie die Theatermakers eine knappe Stunde später- in der Reihe an die Hand nahmen und einen Knicks zum Publikum machten.