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Man dröff woll allens etten, aober nich allens…

Plattdeutscher Klamauk der Merzener Theatermakers thematisiert auch gesellschaftliche Randthemen

Geschafft: Die Premiere des diesjährigen Theaterstücks auf dem Saal Maassmann verlief am 24. Februar erfolgreichGeschafft: Die Premiere des diesjährigen Theaterstücks auf dem Saal Maassmann verlief am 24. Februar erfolgreich

Der Psychiater solls richten: Dr. Knüdel (Mitte) soll den vermeintlich schwulen Unternehmer Hugenberger (rechts) zurück auf den rechten Pfad bringen. Zumindest, wenn es nach dem leichtgläubigen Freund Klaus Stiegelmeyer (links) geht, der die schönen Abende in der Orientbar gefährdet sieht.Der Psychiater solls richten: Dr. Knüdel (Mitte) soll den vermeintlich schwulen Unternehmer Hugenberger (rechts) zurück auf den rechten Pfad bringen. Zumindest, wenn es nach dem leichtgläubigen Freund Klaus Stiegelmeyer (links) geht, der die schönen Abende in der Orientbar gefährdet sieht.

Vor einem ausverkauften Saal fand am vergangenen Wochenende auf der Bühne im Merzener Gasthaus Maassmann die Premiere des diesjährigen Theaterstücks "Man dröff woll allens etten, aober nich allens…"  statt. Spielleiter Georg Weglage hatte gemeinsam mit seinem Team auch in diesem Jahr ein erfolgreiches Händchen bei der Auswahl des Stücks.

Zum Inhalt: Nachdem Unternehmer Rüdiger Hugenberger (Martin Heimbrock) aufgrund seiner ungezügelten Vorliebe für junge Frauen am Arbeitsplatz Verbot von seiner Ehefrau Elisabeth (Birgitt Lammers) bekommt, eine neue weibliche Sekretärin einzustellen, verfällt Hugenberger in dem Dreiakter vermeintlich dem männlichen Geschlecht. Sein tollpatschiger Freund Klaus (Ralf Voß), der sofort Bezug "zum anderen Ufer" des Unternehmers herstellt, aktiviert den langatmigen Psychiater Dr. Knüdel (Bernhard Glins), um seinen Freund wieder auf die richtige Seite der Sexualität zu holen. 

Buchhalter Rudolf Klögner (Heiko Brinkmann, links) soll die Rechnungen der Orientbar als Geschäftsessen verbuchen. Dass die Unternehmergattin Elisabeth alles mitbekommt, ahnt Chef Rüdiger Hugenberger nicht.Buchhalter Rudolf Klögner (Heiko Brinkmann, links) soll die Rechnungen der Orientbar als Geschäftsessen verbuchen. Dass die Unternehmergattin Elisabeth alles mitbekommt, ahnt Chef Rüdiger Hugenberger nicht.

Schließlich stehen nicht weniger als die gemeinsamen Lustabende in der Orientbar auf dem Spiel, die Klaus und Rüdiger doch in so schöner Erinnerung haben und sich obendrein auch noch durch den Buchhalter Rudolf Klögner (Heiko Brinkmann) als Geschäftsessen verbuchen lassen.

Nicht nur, dass die Merzener Theaterspieler die aktuelle #MeToo-Debatte aufgreifen, auch das Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe thematisieren die Laienschauspieler in wohlwollend humorvoller Weise. Dass der gesellschaftliche Wandel zu diesen Themen auch in einem beschaulichen Dorf wie Merzen längst angekommen ist, präsentieren die Theatermakers in glänzender und zugleich wertschätzender Gewohnheit.

Sex, Drugs und Rock&Roll: Im Wohnzimmer der Hugenbergers findet auf der Merzener Theaterbühne neben bunten Klamotten und ausdrucksstarker Mimik so ziemlich jedes gesellschaftlich aktuelle Thema seinen Platz. Sex, Drugs und Rock&Roll: Im Wohnzimmer der Hugenbergers findet auf der Merzener Theaterbühne neben bunten Klamotten und ausdrucksstarker Mimik so ziemlich jedes gesellschaftlich aktuelle Thema seinen Platz.

Hier die noch anstehenden Aufführungstermine im Überblick:

Sonntag 03.03.2019 17:00 Uhr in der Pause Schnitzel mit Beilage*

Samstag 09.03.2019 19:30 Uhr anschließend gemütliches Beisammensein

Samstag 16.03.2019 19:30 Uhr anschließend Tanz mit DJ

Samstag 23.03.2019 18:30 Uhr in der Pause Schnitzel mit Beilage*

Samstag 30.03.2019 19:30 Uhr Gastspiel in der Schützenhalle Hahnenmoor

* Anmerkung: Die Vorführungen, in der in der Pause Schnitzel mit Beilage gereicht werden (Einlass 30 Minuten vor Spielbeginn), sind allesamt ausverkauft. Karten für die Abendvorstellungen werden an der Abendkasse angeboten, hier ist der Einlass 60 Minuten vor Spielbeginn.

Eine Eintrittskarte für die Abendvorstellung kostet 6 Euro, Kinder unter 14 Jahren zahlen 1 Euro.